Pool-Kosten im Überblick

Wieviel kostet ein Pool im Garten?

Junge im Pool

Natürlich spielt der Preis bei der Anschaffung eines Pools für den eigenen Garten eine große Rolle. Aus diesem Grund sollten Sie sich über die verschiedenen Modelle informieren, die unterschiedlich viel kosten. Wir stellen die wichtigsten Pool-Varianten vor und informieren Sie über den Kaufpreis sowie mögliche Folgekosten bei der Anschaffung eines Pools für den Garten.

Aufstellpools sind ideal für Pool-Neulinge

Aufstellpool

Der flexible Pool für den heimischen Garten

Ein Aufstellpool wird häufig auch als Steel-Frame-Pool bezeichnet und ist in vielen Gärten vertreten. Eine Konstruktion aus Stahlrohren in Kombination mit Kunststoffaußenwänden kann an jeder ebenen Stelle im Garten aufgebaut und dann den Sommer über genutzt werden. Für die Montage sind keinerlei Bauarbeiten notwendig und sie geht leicht von der Hand. Bei Aufstellpools handelt es sich um kleinere Pools, die eher zum Baden gedacht sind und sich nicht zum Schwimmen eignen. Häufig werden vorgefertigte Pool-Sets angeboten, die neben dem Aufstellpool bereits eine Filteranlage, Innenfolie und gegebenenfalls weiteres Zubehör enthalten.

Allerdings kühlt das Pool-Wasser durch die fehlende Isolierung an den Poolwänden schnell ab und ein Aufbau bei Wind gestaltet sich schwierig. Im Winter kann der Pool theoretisch draußen mit entsprechender Vorbereitung überwintern, in der Praxis ist es allerdings häufig ratsam, den Pool bis zur nächsten Badesaison abzubauen und z.B. im Keller zu überwintern.

Der Preis beläuft sich auf ca. 80 – 300€. Größere Modelle können aber auch teurer sein. Wer es noch günstiger haben möchte, kann zu einem Quick Up Pool greifen, der etwa 50 – 200€ kostet.

Vor- und Nachteile von Aufstellpools

  • günstiger Preis
  • schnelle & einfache Montage
  • Pool-Sets erhältlich
  • bedingt winterfest
  • keine Wärmeisolation
  • Montage bei Wind unmöglich
  • Kunststoffwände sind anfällig für Beschädigungen
  • Schwimmen nicht möglich

 

Stahlwandpools locken mit toller Ausstattung

Klassisch und vielerorts beliebt ist der Stahlwandpool, der robuster und mit besserer Ausstattung als ein Aufstellpool daher kommt. Auch dieses Modell lässt sich fast überall aufstellen, auch wenn eine betonierte Fläche ideal wäre und schimmelnden Rasen im Vorfeld unterbindet. Andernfalls sollte mit einer Bodenschutzplane gearbeitet werden. Generell bietet die Stahlkonstruktion eine dauerhafte und professionelle Lösung für den heimischen Pool. Darüber hinaus kann ein Stahlwandpool ganz oder teilweise in die Erde eingelassen werden. Die vorgefertigten Pool-Wände bestehen, wie der Name bereits vermuten lässt, aus Stahlblech und werden anhand von Befestigungsschienen mit der Bodenplatte des Pools verbunden. Anschließend wird die Pool-Innenfolie befestigt und dem Badevergnügen steht nichts mehr im Wege.

Auch im Winter trotzt der Stahlwandpool nach den entsprechenden Überwinterungsvorkehrungen Wind und Wetter, sodass er Ihnen langfristig Freude bereiten wird. Neben runden, ovalen oder achteckigen Pools sind vor allem verschiedene Größen erhältlich, sodass sich ein größeres Modell durchaus auch zum Schwimmen eignet. Auch für Stahlwandpools sind entsprechende Pool-Sets erhältlich und bieten eine gute Startgrundlage für Einsteiger.

Erhältlich sind Stahlwandpools ab ca. 300€.

Vor- und Nachteile von Stahlwandpools

  • professionelle, dauerhafte Pool-Lösung
  • winterfest
  • schnelle & einfache Montage
  • Pool-Sets erhältlich
  • können aufgestellt oder teils/ganz in die Erde eingelassen werden
  • Schwimmen bei größeren Modellen möglich
  • Betonierter Untergrund von Vorteil
  • hoher Anschaffungspreis bei größeren Modellen

Holzpools haben ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Holzpool

Der optisch natürliche Holzpool

Das natürliche Material eines Holzpools besticht nicht nur optisch, sondern eignet sich auch hervorragend für eine professionelle Pool-Lösung. Meist werden Holzpools aus nordischem Kiefern- oder Fichtenholz gefertigt. Zwei Holzarten, die sich aufgrund ihres langsamen Wachstums besonders für Pools eignen. Durch die eng beieinander gewachsenen Jahresringe erlangt das Holz eine besonders hohe Dichte und Widerstandsfähigkeit. Oftmals wurde das Holz vorher kesseldruckimprägniert, was das Holz gegen Feuchtigkeit und andere Organismen schützt, die es beschädigen könnten. Zusätzlich sollte ein Schutzlack bzw. eine Lasur aufgetragen werden.

Der Aufbau erfordert zwar etwas handwerkliches Geschick, ist damit aber auch nicht allzu schwer zu meistern. Er kann, wie Stahlwandpools, frei auf der Erde aufgestellt, zum Teil in der Erde verankert werden oder ganz hineingelassen werden. Eine Betonfläche eignet sich als Aufstellort zwar besser, prinzipiell ist aber auch mit einer Bodenschutzplane versehener Rasen geeignet. Formtechnisch dominieren den Markt runde oder achteckige Holzpools, die in verschiedenen Größen, darunter geeignete Modelle zum Schwimmen, erhältlich sind. Ein Holzpool kann unter entsprechenden Vorkehrungen problemlos überwintern und zeichnet sich durch seine lange Haltbarkeit mit bis zu 10 Jahre oder mehr aus.

Daraus ergibt sich ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, sofern Sie den Pool als langjährige Investition ansehen. Lassen Sie sich also nicht von den Anschaffungskosten ab ca. 1000€ abschrecken. Eine günstige hölzerne Alternative könnte beispielsweise ein Badezuber ab ca. 700€ sein.

Vor- und Nachteile von Holzpools

  • professionelle, dauerhafte Pool-Lösung
  • winterfest
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • hervorstechende Optik
  • Pool-Sets erhältlich
  • können aufgestellt oder teils/ganz in die Erde eingelassen werden
  • Schwimmen bei größeren Modellen möglich
  • Montage erfordert handwerkliches Geschick
  • hohe Anschaffungskosten

Eingebaute Pools sind ideal für langfristigen Badespaß

Eingebauter Pool

Langfristiger Badespaß

Wer sich sicher ist den heimischen Garten auch mit Wasserspaß zu füllen und für mehrere Jahre plant ein kühles Glück im Garten zu erleben sollte auf jeden Fall mit dem Gedanken Spielen einen eigenen Pool tatsächlich in den Garten zu bauen. Wer beim Bau selbst mit anpackt kann einiges an Geld sparen, sodass der Traum vom Swimmingpool gar nicht zu teuer ist.

Natürlich benötigen diese Schwimmbecken mehr Platzt im Garten, als die Aufstellvariationen, können dafür aber auch vielseitiger genutzt werden. Die eingebauten Pools sind in der Regel groß genug, um in ihnen schwimmen zu können oder gar ein Sprungbrett oder eine Rutsche zu montieren und bieten in jedem Fall genügend Raum, um auf einer Luftmatratze entspannen zu könne. Wer richtig viel schwimmen möchte kann beispielsweise eine Gegenstromanlage mit einbauen.

Eingebauter Swimmingpool aus Glasfaser Kunststoff (GFK)

Eine der einfachsten Lösungen für einen eingebauten Pool im Garten sind robuste Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Erst wird ein Loch im Garten ausgehoben und anschließend das Becken hineingesetzt. Die Anschlüsse, Pumpen etc. werden meist bereits vormontiert. Sobald man sich für den Kauf eines eingebauten Swimmingpools entschieden hat, sind Lieferung und Installation  teilweise innerhalb von zwei Wochen durchgeführt.

Ein eingebauter Pool vom Fachmann sollte je nach Größe und auch bedingt durch Faktoren, wie ob selbst mitgeholfen wird oder man den Pool vom Experten einbauen lässt preislich bei circa  5.000 bis circa 10.000€ liegen.

Vor- und Nachteile eines eingebauten Kunststoff Swimmingpools

  • professionelle, dauerhafte Pool-Lösung
  • winterfest
  • hervorstechende Optik
  • in den verschiedensten Formen erhältlich
  • Platzaufwändig
  • Schwimmen ist möglich
  • Bau erfordert handwerkliches Geschick oder einen Fachmann
  • hohe Anschaffungskosten

Ein Schwimmteich als selbstreinigendes Naturbecken

Schwimmteich

Für ein Badeerlebnis ohne Chlor

Für alle, die Natur lieben und auf Chlor verzichten wollen, gibt es die Lösung einen eigenen Schwimmteich anzulegen. Ein Natur-Schwimmbecken benötigt jedoch sehr viel Platz im Garten und ist preislich mit am teuersten angesiedelt. Neben dem Becken muss auch Platzt für die ganzen Pflanzen und Gewächse sein.

Teuer wird es vor allem, da ein solcher Pool dringlich vom Fachmann angelegt werden sollte. Bereits innerhalb eines Monats kann ein Teich inklusive Bepflanzung dann angelegt werden. Die passenden Pflanzen sorgen anstelle des Chlors für eine biologisch-natürliche Reinigung des Wassers, wobei der ausgeglichene Sauerstoffzufuhr, durch eine Pumpe gewährleistet wird.

Vor- und Nachteile eines eingebauten Kunststoff Swimmingpools

  • professionelle, dauerhafte Pool-Lösung
  • winterfest
  • hervorstechende Optik
  • Schwimmen ist möglich
  • Naturnahe
  • extrem Platzaufwändig
  • Bau erfordert einen Fachmann
  • hohe Anschaffungskosten

Jeder Pool bringt Folgekosten mit sich

 

Grundsätzlich sollten Sie sich vor dem Kauf eines Pools für den Garten darüber im Klaren sein, dass die Anschaffung eines Pools stets Folgekosten mit sich bringt. Egal für welches Modell Sie sich entscheiden. Sofern nicht in einem Set enthalten benötigen Sie eine gewisse Grundausstattung, die wir im Folgenden für Sie aufgelistet haben.

  1. Filteranlage
  2. Bodensauger / Pool-Roboter
  3. Bodenschutzplane
  4. Pool-Innenfolie
  5. Pool-Abdeckplanen
  6. Beleuchtung
  7. analoger oder digitaler Wassertester
  8. Wasserpflegeprodukte

Auf eine zusätzliche Lichtquelle für das Baden in den Abendstunden sollte schon aus sicherheitstechnischer Sicht nicht verzichtet werden. Beachten Sie weiter, dass Wassertester und Wasserpflegeprodukte stets erneuert werden müssen und dementsprechend weitere laufende Kosten neben Strom und Pool-Wasser auf Sie zukommen. Vor allem bei Anschaffung einer Pool-Heizung ist mit erheblich höheren Stromkosten zu rechnen, weshalb wir diese nicht zur Grundausstattung zählen.

Weiteres nützliches Zubehör könnte sein:

  1. Thermometer
  2. Dosierschwimmer
  3. Pool-Heizung
  4. Pool-Überdachung

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